A Blog By Tam

Donnerstag, 20. Juli 2017

APPRECIATION AND GRATEFULLNESS
It's an pretty unspectacular day...but the sun is shining today...it's been a long time! Anyways, while I was tanning outside with my roomie, I glanced at my scar on right knee...I love telling the story behind it to people. It reminds me of the past...the time I spend with an old good...friend. I think, I can call him a friend. He used to be my neighbour on the first floor. I loved his wisdom, heart and open-mindness. But I never really got the chance to express my appreciation and gratefullness as I was still pretty young. But after years have passed...I suddendly felt the need to contact him. Tell him, how much I enjoyed the time back then and how much I felt welcomed in his home. He was a little bit like a grandfather I never had, I feel like. It is better to tell him all that now instead of never. And the good thing about it, is: Spreading thankfulness and appreciation doesnt cost a damn thing. The only side effect I can imagine is a smile on the other person's face. I hope that I can achieve that...that's all I wish for. And of course, I wish for his well-being. I am nervous about the outcome...but I am excited if it works out. Fingers crossed tightly!

Do you have a person in life that you are thankful for but you  never really said it out loud? Why not change it?
Enjoy the day, enjoy the sun and spread love.

Sonntag, 16. Juli 2017

LET'S TALK ABOUT SOME DEEPER SHIT

Ich habs mir heute Abend wieder einmal richtig gemütlich gemacht. Ich muss schon sagen, es macht viel her, wenn man ein paar Kerzen, die Nachtlampe und die Lichterkette anmacht. Lässt einen total entspannen…und natürlich wieder mal die „Nachtklang“-Playlist angeschmissen. Gehört zum Schreiben mittlerweile schon iwie dazu. Komischerweise regen solche ruhigen Pianostücke total meine Denkprozesse an. Ob das jetzt unbedingt gut ist, sei mal dahingestellt.  Jedenfalls arbeitet mein Kopf ohne Ende, ich hör es richtig rattern. Wiedereinmal widme ich mich der deutschen Sprache, da ich mit Englisch nicht die gleiche Aussagekraft erreiche...aber so ist das halt mit Sprachen.
Was mir gerade wieder mal durch den Kopf geht? In letzter Zeit einiges…aber das ist eigentlich immer der Fall. Ich bin nun mal ein ziemlich nachdenklicher Mensch…hat mir schon viele gute Einsichten und Wahrheiten beschert…das will ich nicht leugnen. Es ist aber auf der anderen Seite auch nicht ohne. Es kostet viel Kraft und Zeit, sich gewisse Dinge bewusst zu machen. Manchmal will man gewisse Dinge nicht einmal wirklich wissen, aber der Kopf zeigt mir literally den Mittelfinger, wenn Gedanke X auf einmal aufploppt. Anyways, ich wurde heute während einer Konversation mit einer Kommilitonin im tollsten Görlitzer Café darauf „aufmerksam“ gemacht. Mal so nebenbei finde ich es sehr interessant, zu sehen, über welche Dinge wir am Ende des Tages geredet haben. Einmal komplett Querbeet, ohne jegliche Struktur. Na, warum nicht ne? Jedenfalls ging es um das Thema „Urlaub“. Unvermeidbar derzeit, schließlich haben wir offiziell ab Montag Semesterferien. Meine Ferien haben schon am Montag begonnen…das darf man eigentlich gar nicht so laut herausposaunen…weckt Neid lol. Dabei erzählte sie von ihren kleinen Plänen und dem bevorstehenden Familienurlaub. Mich freut es wirklich zu hören, wenn Leute sich auf den Familienurlaub freuen. Hat schließlich auch nen finanziellen Vorteil. Da kann mir keiner erzählen, dass das nicht das geilste an der Sache ist! Jedenfalls #2, verspürte ich iwie…Trauer…oder Enttäuschung?…ich kann es nicht genau definieren. Wenn ich zurück schaue auf all die Jahre meines Lebens…es ist schon traurig (jetzt passt das Wort) festzustellen, dass wir tatsächlich 2 ganze Familienurlauber (including ALL family members) hatten…soweit ich mich entsinne: 2002 Vietnam, 2006/7 Tschechien/Slowakei. Eine etwas…ja...traurige Resonanz, I gotta admit it. Ich erinnere mich daran, dass ich 2006/7 die Familienreise nicht unbedingt wollte (zumindest es mir eingeredet habe), aber im Nachhinein ultra viel Spaß hatte. Der Gedanke (!), mit meiner Familie damals verreisen zu gehen, war Horror, die Realität hat mir jedoch gezeigt, was für eine schöne Zeit wir hatten! Warum empfand ich so? Nach einer Minute Überlegung komme ich zum folgenden Entschluss: Familie=Nähe=Verletzbarkeit=Alarmstufe rot= Vermeiden...plausibel af. Wenn ich nämlich an einen gemeinsamen Urlaub denke, könnte ich echt wegrennen…, aber deep down, lehne ich es nicht ab, wenn wir wieder mal als ganze Familie reisen würden. Nebeneffekte sind halt möglich... Ich würde es mir für meinen Bruder wünschen…ein Stück mehr Familie, ein Stück mehr "Liebe" (though word!), ein Stück mehr „wir“. Wir sind als Familie mit der Zeit nach dem Tod meines Vaters total von einandner abgedriftet, hab ich das Gefühl. Ja, this thought makes me sad, makes me cry, makes me mourn. Dabei sollte es doch genau anders rum sein: Dieses Familienerlebnis hätte uns zu einander bringen müssen, uns verbinden müssen...aber hat es nicht. Es sind viele Dinge passiert, viele Dinge (un-)gewollt, viele Dinge hinter dem Rücken…dabei fehlte immer die Kommunikation und das Verständnis für und unter einander. Mit dem Stinkefinger wurde immer auf den anderen gezeigt „es ist wegen dem, weil..“, „hätte sie das nicht gemacht, dann…“. Es ist so leicht, die andere für eine Sache zu verurteilen, anstatt, dass man seinen eigenen Beitrag an der ganzen Sache sieht bzw. die Absichten dahinter. Um konkreter zu werden, bestes Bsp: Mein Bruder. Wie ich an die Decke gesprungen bin damals, als ich davon erfahren habe. Wie ich sauer auf meine Mutter war, für das Verheimlichen. Aber vor allem konnte ich es nicht fassen, wie sie nach wenigen Monaten schon wieder einen anderen Mann am Start hatte. Long, long, long story tho. Jedenfalls war ich sauer, dachte ich zumindest. Im Nachhinein ist es pure Enttäuschung darüber, wie die ganze Sache gehandlet wurde. Enttäuscht darüber, weil ich dachte, der Tod meines Vaters war im komplett egal. Zumindest wollte ich es aus ieinem Grund so sehen. Aber das war es nicht. Verdient nicht jeder ein bisschen Liebe/Trost/Zuneigung? Ist es nicht in Ordnung, nicht alleine sein zu wollen und nicht alleine durch den Schmerz zu gehen? Ich weiß doch, was meine Ma motiviert hat, aber wollte einfach trotzig und sauer seind amals. Aber andere Menschen für die eigenen Gefühle verantwrotlich zu machen, ist immer besser, einfacher und schneller. Da wird man schnell irrational, wenn die Gefühle einem im Herzen überwältigen…ich wünsche ihr einfach wieder Liebe und Glück. Nicht nur für Sie, sondern auch für meinen Bruder. Damals war ich getrieben von Schmerz und Egoismus…aber auch meine Mutter verdient Gutes. Ich wünsche mir, dass mein Bruder mit einem Vater aufwächst, jedes Kind verdient es. Es ist zugegebenermaßen schon hart, mit 4 Frauen aufzuwachsen…was das wohl später für Auswirkungen hat? Herrje, ich spinne schon wieder herum…mache mir viel zu viele Gedanken über die Zukunft…bleib im Hier und Jetzt, Tam! Das Hier und Jetzt ist die Zukunft. Im Endeffekt sind die Sorgen und die Spinnerei auch nur ein Zeichen der Führsorge und…Liebe (es klingt so unglaublich merkwürdig, dieses Wort zu nutzen, immer noch, aber ich möchte mich daran gewöhnen…). Ganz kurz off-topic: Ich denke, dass mein Familienverhältnis und die Bindung ganz starken Einfluss auf mein Bindungsverhältnis zu Männern genommen hat…I know that…still a struggle…I’m working on it tho.

Um noch einmal auf den Punkt des Von-einander-abdriftens zu kommen: Ein einfaches „wie geht es dir heute?“ oder „was machst du gerade?“ habe ich nie wirklich zu hören bekommen. Ich denke einfach, dass bei uns allen der Schmerz nach dem Tod so groß war, wir keine Schwäche, keine Trauer, keine Tränen zeigen. „Bleib stark und weine nicht“ wurde zum Familienmotto. Zumindest war es bei mir so. Und diese Fassade halte ich bis heute aufrecht. Ist auch in Ordnung. Naja, auf jeden Fall, je mehr die Zeit vergangen ist, desto mehr sind wir alle unsere Wege gegangen. Es musste schließlich eines Tages so kommen. So haben wir es zeitlich auch nicht geschafft, bis heute einen Familienurlaub umzusetzen. Da ist Person X arbeiten, hat keine Ferien, ist nicht zu Hause oder ist selbst im Urlaub. Aber ich denke mir eigentlich, dass es machbar gewesen wäre, wenn wir uns alle ein kleines bisschen mehr den Arsch aufgerissen hätten. Wer will, der findet einen Weg und andere finden Ausreden. Franz sagt das immer zu mir und es stimmt. Auch in diesem Jahr bin ich unterwegs in Vietnam, um ein weiteres Stück zu wachsen, zu lernen und einige Impressionen mitzunehmen. Ich denke da wieder an mich, sorry, falls jemand mit dieser Entscheidung nicht klar kommen sollte. Es ist meine Entscheidung. Nun gut, ich kann an der Urlaubsplanung leider nichts mehr feilen. So ist es halt. Dann versuche ich mir das eben ein anders Mal zu Herzen zu nehmen. Wie wäre es, wenn wir als Familie eigentlich mal über Silvester iwo wegfahren? Zu Freunde (Horror wäre das, ausnahmsweise will ich dann nicht mal egoistisch sondern altruistisch sein) oder in die Niederlande…alles super schnell erreichbar mit der Bahn (keine fährt gerne Auto, aber das sollte kein Grund sein). Der Idee werde ich mal nachgehen…die letzten Jahre haben wir alle getrennt Silvester gefeiert…manchmal frage ich mich, ob es meine Ma wirklich so egal ist, dass wir die >Zeit nicht zusammenverbringen oder ob sie nur so tut? Schließlich verfolgt sie auch den Mond-Kalender (?), der in Asien üblich ist…
Um den ganzen „Vorspann“ und die Flashbacks auf den Punkt zu bringen: Ich kann meine Eltern für das, was war, niemals verurteilen. Sie haben viel für uns getan, auch wenn wir es verdrängen oder es nicht wahr haben woll(t)en. Da blieb leider nicht viel Zeit für ein anständiges Familienleben, ein einfacher Familienurlaub…einfach ein Miteinander. Wir sind damals zur Schule gegangen, da schliefen meine Eltern noch, komplett fertig von der Arbeit. Wenn wir nach Hause gekommen sind, waren sie im Restaurant arbeiten, wir haben uns dann selbst unterhalten (unglaublich, wie man erst nach der Pubertät alles realisiert)…gesehen hat man sich wirklich nicht oft. Der Vorteil war: Wir wuchsen alle recht selbstständig auf, waren ziemlich frei gestellt in unserem Tun (ausgenutzt haben wir es dennoch nie, wie ich finde). Nachteil war eben, dass das Familienleben zu kurz kam. Aber vor allem, dass meine Schwester unbewusst in die Mutterrolle gedrängt wurde…es tut mir im Nachhinein wirklich leid für meine Schwester…vor allem, weil ich merke, sie kommt aus der Rolle bis heute nicht ganz raus. Sie hat das Gefühl, für jeden verantwortlich sein zu müssen (ich merke aber auch, dass sie sich versucht davon abzugrenzen, insbesondere bei mir merke ich das und ich heiß das wirklich willkommen) bzw. die „Gute“ sein zu müssen. Sie merkt es nicht, aber unbewusst verhält sie sich dennoch wie das Vorzeige-Kind. Will jobtechnisch hochhinaus, will Geld verdienen, will uns dies und das ausgeben (dont get me wrong, es ist total super und  gutherzig, aber ich wünschte, sie denkt einfach ein bisschen mehr an sich selbst). Ich fühle mich bei solch einem „einnehmenden“ und führsorglichen Verhalten in meiner Person, meiner Selbstständigkeit und Unabhängigkeit angegriffen. Ich empfinde die Geste eher als „Angriff“ auf mein Selbst…deswegen bin ich ihr gegenüber auch immer ziemlich rebellisch. Es ist ein rebellisches Verhalten, ein „Lass mich einfach mein Leben leben und lebe im Gegenzug deins“. Anstatt, dass ich es kommuniziere, wähle ich den Weg der Distanz, Isolierung (!) und der Gereiztheit jedes Mal, wenn Sie eben in ihre Rolle schlüpft. Hauptsache die harte Fassade aufrecht halten, das kennen wir ja alle. Sie ist mir nicht egal, ofc not, auch wenn es so wirkt. Es fällt mir nur leichter auf diesem Weg, mit meinen Gefühlen und Gedanken umzugehen. Die Zeiten von damals sind vorbei…ich hoffe einfach, dass Sie für sich selbst Frieden findet. Sie kann ihre Rolle abgeben, sie kann ihre „Em Be’s“ (so nannte sie immer Ha und mich) loslassen und auch ihr Pflichtgefühl ein Ende setzen. Mam ist für sich selbst zuständig (auch wenn sie sehr gerne Verantwortung an uns abgibt… das wird sich wohl nicht ändern, da muss man das Beste daraus machen). Wir alle sind für uns selbst zuständig. Mam ist für Bao Minh zuständig und nicht wir. So schwer es auch ist, loszulassen, ich finde, es ist das klügste im Sinne aller. Frieden finden...das trifft auf den Punkt genau.
Wir haben auch zum Beispiel nie wirklich miteinander gegessen…sogar heute nicht. Jeder isst, wann er Hunger hat, wann ihm danach ist. So richtig zusammensitzen und essen…das kommt nur dann vor, wenn mal Besuch da ist. Meine Mutter kocht zu gerne und bringt ihre cooking sesh meist erst zu Ende, bevor sie wirklich was essen tut. Wir haben dann einfach zu viel Hunger, und essen schon vor, auch damit mein Bruder nicht komplett alleine am Tisch sitzt und essen muss. Schließlich hatte er schon paar Mal kommuniziert, dass er nicht gerne alleine isst. Mit dieser Einsicht will ich versuchen, mehr das Miteinander zukünftig zu fördern. Ich will einfach, dass mein Bruder kleine schöne Dinge im Leben hat, wie eben das Miteinander essen, das Miteinander verreisen…oder auch, dass er weißt, dass es ok ist, zu sagen „Ich liebe dich“ oder „Ich vermisse dich“. Ich sehe schon kleine Hemmungen bei ihm (auch für mich ist das immer wieder auf's Neue eine Herausforderung, ich bin es nciht gewohnt), vor allem, wenn ich dann mal nach Hause komme, da hält er sich erst bedeckt, obwohl er sich mega freut, mich zu sehen. Von iwo her muss das kommen. Ich kenne nicht die Wurzeln, aber da denke ich recht behavioral: Nicht die Wurzeln/die Herkunft des Verhaltens sind wichtig, sondern was wir aus dem Wissen machen. Inwieweit können wir unser eigenes Verhalten ändern, um gewisse Lösungen herbeizuführen? In unserem Fall eben, dass wir weiterhin diese Sätze aussprechen und ihm signalisieren, dass es ok ist, Gefühle zu zeigen. Das es menschlich ist, seine Gefühle zu artikulieren. In unserer Familie ist es immer unüblich gewesen. Aber nur weil etwas nicht ist, heißt es nicht, dass es nicht mehr werden kann. Wir sollten alle aus unserer Erziehung/Vergangenheit lernen, die „Schwachstellen“ aufgreifen, sich darüber bewusstwerden und Veränderungen herbei führen…aber gerade klappt es nicht so ganz…es gibt so viel, das falsch läuft, aber auch ich packe mir da ganz sicher an die eigene Nase. Ich wünsche uns allen einfach ein Stück mehr Bewusstsein, Streben nach Verbesserung und mehr Miteinander. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg…ich hoffe, eines Tages kommen wir alle an einem Punkt, wo wir zueinander finden. Vielleicht in naher Zukunft. Und egal was passieren mag, wir sollten die familiären Schwachstellen eines Tages aufgreifen, aus ihnen lernen und spätestens in unserem eigenen Familienleben berücksichtigen. Und wieder einmal beende ich den Post mit meinem Lieblingszitat von Michael Scofield: Have a little faith.

Ich habe immer Angst davor gehabt, ein zu offenes und durchschaubares Buch zu sein. Viel mehr wollte ich immer ein offenes Buch ohne Inhalt sein. Ein Mensch, mit dem man scherzen kann, mit dem man über Belangloses reden kann, aber niemals auf Anhieb zu tief, dass es zu brenzlig wird. Heute habe ich ein Stück in meinem Buch geschrieben. Für alle sichtbar, für alle zugänglich. Und…es fühlt sich in Ordnung an. Es gibt so vieles, das ich noch sagen kann, aber das soll es erst einmal sein. Mutig war ich mehr als genug heute. Ich bin stolz auf mich. A few things have always needed to be said. Now I did. A bit more clearity and a bit more peace inside my mind and heart. I am sorry for a lot of things I have done and said in my family but I always did those things for a reason. This is not, by all means, a justification. It is an attempt to encourage more understanding for who I am…Good night.

Samstag, 15. Juli 2017

GOERLITZ has way more charm
[All pics are taken by my galaxy s7 thus not the best quality of all time]