A Blog By Tam

Samstag, 1. Juli 2017

WIEDER EINMAL SO EIN RANDOM POST

(30. Juni): Heute ist mir nicht nach Englisch. Heute fasse ich meine Gedanken mal auf Deutsch. (Raudiiii!!!!) Ich würde doch behaupten, dass mein Englisch ein relativ gutes Niveau erreicht hat über die Jahre und es ist eine Sache, auf die ich definitiv stolz bin. Aber ich denke einfach, es gibt Dinge, die kann man nicht auf Englisch vermitteln. Auf der einen Seite fehlt vielleicht hier und da das nötige Vokabular, aber auf der anderen Seite glaube ich, die höchste Aussagekraft bekommt man nur in seiner eigenen Sprache -logisch-, Deutsch ist schließlich meine Muttersprache. Mein Metaphern Prof sagt schließlich auch immer, dass bestimmte Bedeutung bei der Übersetzung einfach verloren gehen...deswegen sind Übersetzungen nun mal tricky. Btw, ich schiebe diese Metaphern-Hausarbeit schon erfolgreich seit 2 Semestern vor mich hin...it's getting steamy starting from next semester. Wenn ich die doofe Arbeit nicht im 5. zu Ende kriege, sitz ich da im Praktikum auf einem Hausarbeiten-Berg. Das wird schon irgendwie, ich rede es mir ein, das wird. Schließlich verbringe ich nach den Klausuren noch ein Weilchen hier..leider Gottes. Aber meine Güte, et yitt schlimmeres.

Naja, wie dem auch sei. In letzter Zeit kann ich echt schlecht schlafen...naja, was heißt schon schlecht. Ich liege bereit im Bett, aber kann einfach nicht schlafen. Es kreisen 1000 Gedanken in meinem Kopf, die ich teils nicht mal wirklich identifizieren kann. So schnell kommen se und so schnell gehen se wieder. Aber 2-3 Themen beschäftigen mich doch im Schlaf....was mir nicht ganz geheuer ist, schließlich brauche ich meine Aufmerksamkeit für die Klausuren. ich hoffe, heute Abend kann ich einfach friedlicher Schlafen, deswegen versuche ich mal, das ganze zu verbalisieren...ok, Prokrastination spielt hier auch eine wesentliche Rolle, I'm not gonna lie.
Anyways, ich habe heute versucht, bisschen in der Uni produktiv zu sein, ein kleiner Ortswechsel, damit meine Gedanken und mein Kopf evtl. angeregt werden. Yoa, ging so semi gut...wenigstens hatte ich einen Kaffe. Auf dem Heimweh verweilte ich erst einige Zeit am Fluss...ich merke einfach, dass ich ein Wasserkind bin. Ich brauch die Nähe zu Wasser, den Ausblick, das Fließen...calmt total down. Da schwelge ich in Gedanken, einfach so vor mich. Manchmal brauche ich die Zeit, um einfach nachzudenken. Klar, versuche ich nicht allzu nachdenklich zu sein, aber das bin nun mal ich. Kurz vor meiner Wohnung wurde ich dann in ein kurzes Gespräch verwickelt mit einen meiner Info-Boys...unfassbar, wie viel Zeit ich mit den Info-Boys verbracht habe die vergangenen Semester...ein paar Kontakte und Beziehungen verschwimmen immer mit der Zeit...aber das ist ja schließlich nichts Ungewöhnliches Für einen Small-Talk ala "Wie geht es dir? Gibt es was Neues bei dir?" bin ich aber idR zu haben. Tobi, so heißt er übrigens, ist eigentlich ganz ok. Leider nur ziemlich, ziemlich negativ drauf und nach einem 5min Gespräch reicht es mir dann auch. Es ging wiederholt um das Thema "Hochpunkte-Tiefpunkte" im Leben...ein ziemlich präsentes Thema, ich muss schon sagen. Aber auch ein weiteres Thema, womit ich mich (mehr oder weniger gerne) gedanklich auseinandersetze. Ich hatte letztens schon das Gespräch mit Lars gesucht, mein Mitbewohner. Ich weiß gar nicht, was mich zu der Zeit bedrückt hat, aber auf jeden Fall fand ich es sehr interessant, was er dazu gesagt hat. Er ist ein kleiner Fan vom Spirituellen. Er meinte, dass er an die Kraft der Ausgeglichenheit bzw. Ying und Yang glaubt: Alles im Leben gleicht sich aus, nach jedem Drecks Tief kommt ein Hoch. Und ja, ich glaube auch daran. Nicht, dass ich mir vorher so viele Gedanken über die Ying und Yang Sache gemacht habe, aber im Kern stimme ich im da eigentlich zu. Ich habe mich oft gefragt in den verschiedensten Momenten, warum ich hier und da nicht einfach den Mittelweg gehen konnte. Warum es fast immer in eine Extreme ausschweift. Ich wünschte einfach, ich könnte öfters das "Richtigere" (Deutsch, 6, setzen, *hust*) machen. Genauso wie Lars, meinte David, ein Kommilitone, dass es vielleicht die "Bestimmung" bzw. das Ziel eines jeden ist, den Mittelweg zu finden, am Ende des Lebens zu stehen und zu sagen: "Jup, die Balance, das ist mein 6. Sinn geworden". Was heißt wiederum schon finden, vllt besteht der Sinn des Lebens unter anderem darin, sich dem zu nähern. Und das gelingt doch eigentlich nur, wenn wir 100x in die Scheiße treten? Wir sensibilisieren uns mit jedem Fehler mehr dafür? Die Kunst liegt auch darin, sich nciht für seine Fehler zu verurteilen oder das Selbstwert zu schmälern, das beobachte ich oftt bei anderen aber auch an mir selbst. ich sollte das immer als Chance nutzen, daraus zu lernen, darüber zu reflektieren, um für mich sinnvolle Schlüsse daraus zuziehen, damit es beim nächsten Mal evtl besser klappt. Vllt auch erst beim 10. Mal. Hauptsache positiv denken. Ok, mein eigentlicher Punkt war das Höhen-Tiefen-Gedöns, bin kurz fürn Moment angeschweift. Ich glaube ganz fest daran. Ich glaube auch daran, dass jedes noch so beschissene Erlebnis gewinnbringend ist, Buddah sagte immer, dass wir das Glück quasi in dem schlechten Situationen suchen und finden müssen (bin nach dem Satz ins Bett gegangen, und habe erst heute weitergetippt, weil es ne hammer geile Verknüpfung gab zu dem obigen Thema). (1. Juli) Wow, das bringt mich gleich zum Thema Pass: Ich hatte vor mehr als 2 Wochen meine ganzen Unterlagen inkl. Pass und Geld an die Vietnamesische Botschaft schicken wollen, schließlich brauche ich ein Vietnam Visum, um in das Land einreisen zu können. Wie dem auch sei, durch das Einschreiben konnte ich das Ganze tracken und es war dann iwie knapp 2 Wochen in Berlin verschollen, bis ich ein Nachforschungsantrag anforderte. Schwupps, 2 Tage später kam der Brief zurück bei mir an...ich hatte mich gefreut, meinen Pass wieder in der Hand zu halten, weil ich so viele Erinnerungen damit verbinden. Meine China, HK/Makao/Indien-Reisen...umso enttäuschter war ich über die Tatsache, dass der 2. wichigste Inhalt entwendet wurde: das Geld. Es ist nicht übermäßig viel Geld weggekommen, aber Geld ist Geld. Für eine Studentin wie mich ist das nun mal viel Geld. Erst war ich mega sauer, wirklich. Aber das Ganze entwickelte sich eher zu einer Enttäuschung. Enttäuscht über die Post, enttäuscht über den Menschen, der mich bestohlen hat. Ich ziehe mich bewusst auf die eine Person, die meinen Brief auf dem Gewissen hat, denn ich neige schnell dazu, Dinge zu pauschalisieren und die gesamte Menschheit dafür zu verurteilen  ala "die Menschheit ist so böse". Solche Aussagen sollte ich mir abgewöhnen zukünftig, es ist unfair und eben verallgemeinert. Nur weil der eine Postmensch haushoch verkackt hat, sagt es noch lange nichts über die anderen aus. Mcih nervt es doch auch, wenn Leute immer von einer Person auf adnere schließen. Be the change you wanna see in the world, zitierte eine Kommilitonin immer.  Dennoch bin ich enttäuscht und ich gehe doch davon aus, dass es kein Einzelfall ist. Warum macht man sowas? Das ist doch so ein paradoxer Bullsht, Vertrauen ist paradox! Man vertraut darauf, dass alles save wird, dann passiert sowas (Ja, ich will gerade melodramatisch sein!). Ich vertraue zwangsläufig der Post, schicke das Ganze per Einschreiben ein, hoffe, dass sie mir die Sicherheit geben, dass alles ankommt. Bäm sitze ich da und fühle mich verarscht. Vertrauen macht einen unglaublich angreifbar. Man wird verletzt und enttäuscht. Wie in jeder anderen Beziehung: Freundschaften, Partnerschaften. In wenigen Fällen gibt man den Menschen, denen man zu vertrauen scheint, sein Herz. "Nimm es und pass darauf auf." ist die Message hinter jedem Vertrauen. Da nimmt man schon den Mut zusammen und öffnet sich dem Gegenüber...so schön wie das auch klingen mag, man macht sich schlichtweg nackig und angreifbar. Das soll jetzt nicht ultra negativ klingen, aber dennoch darf man den Gedanken nicht leugnen, dass jede Münze zwei Seiten hat.....realistisch und rational gesehen ist Vertrauen a sneaky btch. 
Zurück zum egientlich Thema: Wir sind da leider machtlos, was den Dienstleister angeht. Naja, es gibt nun mal nicht wirklich eine Konkurrenz/Alternativ zur Post (Hermes vllt), was das Ganze eben nicht besser macht. Ich werde wohl einen Folgeantrag einreichen müssen über die Post, weil ich mein Visum brauche. Diesmal werde ich es natürlich besser machen. Ich habe gelesen, dass man das Geld zusätzlich versichern lassen kann, natürlich gegen Aufpreis...aus dieser Nummer habe ich sowas von gelernt. Ich werde mich nach dem Abtippen dieser Zeilen nicht mehr über die Post aufregen. Ende, Tam. Finito, Tam. Warum auch immer, lerne ich so oft Dinge auf einer harten Art und Weise. Wie damals mit meinem aller ersten richtigen Job in einer Fleicherei/Bäckerei...naive kleine Tam, die sich 3 Monate hat ausnehmen lassen...super doofe Erfahrung, aber immerhin war sie lehrreich. Kinnas, wenn ihr legal arbeiten wollt, braucht ihr nen Arbeitsvertrag. So bescheuert wie das auch klingen mag, ich wusste es damals einfach nicht. Vielleicht war das so banal, dass es eigentlich auch von keinem so richtig erklärt werden musste...naja, shit things happen. Manchmal muss man so richtig auf die Schnauze fallen. That's life.
Im Endeffekt ist mir das Geld auch egal, ich habe meinen Pass und meine Erinnerungen wieder in der Hand. Ich glaube, dass es mir mehr wert ist als das "bisschen" Geld. Klar sind Erinnerungen auch im Herzen, aber Erinnerungen in der Hand halten...das ist auch was ganz schön Nices. Nach jedem Tief ein Hoch sagte ich bereits im "Intro" und das Hoch hatte ich auch. Ich habe mich bewusst entschieden, das Hoch und das Glück zu sehen an dem heutigen Tag. Ich bin dankbar für diese Erfahrungen. Habe mir zwar schöneres vorgestellt, aber das ist nun mal so. ich kann es nicht mehr ändern. Lektion gelernt, Lektion an euch weiter getragen: Alles, was viel Wert hat, sei es ein Handy, Bargeld etc. kann man zusätzlich bei der Post beim Einschreiben versichern lassen. Sind dann nicht 2,25 € (?)  Aufschlag sondern knapp 5€ laut Internet...da hat man nicht nur ne Sendungsverfolgung, sondern auch nen Beweis dafür, dass Geld oä drinne ist. Werde es gleich am Montag ausprobieren. Fantastisch, jetzt haben wir alle aus meinem Fehler gelernt. Ist iwie ein ganz schön beruhigender Gedanke, dass ich mein Wissen nun teilen konnte! Ach, und Franz aka Postboote Franz (er bezeichnet sich selbst so haha) war auch noch so lieb, und wollte vor Ort bei der Post dann nochmal für mich nachforschen...feeling blessed and super grateful for having people like him by my side! Ich kriegs zwar auch alleine hin, aber die Geste/das Angebot zählt.
Das zweite Schöne an dem Tag war das Frühstück im Anschluss an meinen Postbesuch. War mit Tomi und Franz, meine Besten hier, im Emmerich Hotel, war super fancy dort...und auch nciht billig, aber ist ja Banane. Es gab sogar Lachs zum Frühstück! *.* eigentlich fast alles, was das Herz begehrt...ich meine, führ Görlitzer-Verhältnisse auf jeden Fall super! God bless me! Dann war ich noch mit Franz und seiner Freundin auf einer winzigen Naschmeile. Nach dem Essen-Overload im Hotel konnte ich eigentlich kein Essen mehr sehen lol. Aber es war eine sehr ausgelassene, witzige und schöne Zeit mit den zweien, immer wieder gerne. War dann sogar noch ganz bisschen produktiv mit meiner Lerngruppe...hatte mir zwar mehr vorgenommen...aber mein Gott, bin ja so gut wie durch mit dem Modul. Wir konnten den Stoff wiederholen, ich hab hier und da noch paar kleine Infos gekriegt, damit der Gesamtzusammenhang einfach deutlicher war. Danke, Leute, es war super witzig und produktiv! Ich hab die Menschen so gern! Und am Abend gab es sogar Wraps! Larsi ist so ein Engel manchmal, womit habe ich das bloß verdient?! Hatte schon voll de Panik geschoben, weil ich keine Lust hatte, Einkaufen zu gehen, aber trotzdem essenstechnisch übers WE kommen wollte, hab mir schon Pläne gedanklich geschmiedet, wo ich wie compromisen sollte...hab mir dann ne Gurke gekauft, dass ich mir, wenns hart auf hart kommt, immer noch Sushi machen kann. Und Larsi hatte einfach mal Wraps...ich könnt heulen vor Glück! Lieben, lieben Dank, Larsi, you are awesome! Also, wenn ich mir den Tag genau so revue passieren lasse, war es ein erfolgreicher Tag. Viel Liebe, viele tolle Menschen, eine weitere Lektion im Leben, es wurde viel gelacht, geredet, gegessen. I cant ask for more! Moin gehts dann ans Wiederholen, Lernen, treff mich dann nochmal mit Franz und David für die Lerngruppe. We gonna rock it! Dann darf ich moin bisschen entspannter an die Sache rangehen, hier und da was wiederholen und üben und am Abend werde ich dann meine Nägel fresh machen. Muss auch mal sein :D 
Ich werde jetzt mit positiven Gedanken wieder mal schlafen gehen. Drückt mir die Daumen, dass ich heute mal direkt einschalfen kann und nicht wieder im Bett mich herumwälze. Was ich zum Schluss nochmal ganz Dolle hervorheben will: Leute, jeder Tag kann beschissen sein, man muss aber seine Sinne schärfen und für das Positive und Glückbringende sensibilisieren. Glück ist an jedem Tag vorzufinden, man muss es ab und an bewusst Suchen. Wer sucht der findet! Und alles ist iwie auch eine Kopfsache, wie meie Mitbewohnerin immer sagte. Zum wirklichen Schluss noch ein cooles Zitat aus dem Buch 5 Dinge, die Sterbende bereuen. Cuz I love this quote:

"Irgendwann machen wir alle mal diesen Fehler. Es gibt eine feine Trennlinie zwischen Mitleid und Opfermentalität. Mitleid ist eine heilende Kraft, die man sich entgegenbringt, wenn man gut zu sich selbst ist. Aber das Opfer spielen ist eine hochgiftige Zeitverschwendung, die nicht nur andere Menschen abstößt, sondern dem Opfer auch die Chance nimmt, jemals wieder glücklich zu werden. Niemand ist uns irgendetwas schuldig. Wir sind es nur uns selbst schuldig, unseren Hintern hochzukriegen, uns über das zu freuen, was wir haben, und uns unseren Herausforderungen zu stellen. Wenn man das Leben aus dieser Perspektive angeht, dann wird man reich beschenkt."

Ich fordere euch auf, nachdem ihr diesen Post gelesen habt, den folgenden Tag auseinander zunehmen und reflektorisch zu betrachten: Was war gut/positiv an diesem Tag? Geht da auch mit der "Lupe" dran, z.B. freut euch darüber, wenn ihr endlich mal die eine tote Fliege am Fensterbrett entfernt habt, die da seit Wochen ihren Verwesungsprozess abzieht...to cut the story short: erfreut euch vor allem an den kleinen Dingen im Leben. Die sind wertvoll, wenn ihr sie selbst als wertvoll seht bzw. ihnen diesen Wert zuschreibt. Was verlief in euren Augen nicht so gelungen? Was habt ihr daraus lernen können? Könnt ihr was an dieser Sache ändern? Ja? Dann go for it and Chill Out! Nein? Dann herzlichen Glückwunsch, du kannst eh nichts machen, von daher just buckle your seat belt and calm down!

Gute Nacht! 

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